Allgemein

Fachtag „Care Leaver als Fachkräfte in der Jugendhilfe“ am 28. März 2022

Das Bundesnetzwerk Care Leaver Initiativen lädt am 28. März 2022 zum Online- Fachtag „Care Leaver als Fachkräfte in der Jugendhilfe – Ressource oder Bedrohung“ ein.

Junge Menschen, die in stationären Erziehungshilfemaßnahmen aufgewachsen sind, entscheiden sich häufig für einen sozialen Beruf – so werden sie beispielsweise Erzieher*innen oder studieren Soziale Arbeit o.ä. und arbeiten dann wieder in der sozialpädagogischen Praxis. Als Mitarbeiter*innen in der Kinder- und Jugendhilfe bringen sie somit eine doppelte Perspektive mit – nämlich die fachliche Expertise als sozialpädagogische Fachkraft, aber auch die biographische Erfahrung Adressat*in sozialpädagogischer Hilfen gewesen zu sein.

Diese doppelte Perspektive kann nach Ansicht des Bundesnetzwerks als Ressource betrachtet. Die  Fachpraxis selbst sieht dies jedoch immer wieder auch kritisch. Wird die biographische Betroffenheit über die sozialpädagogische Fachlichkeit gestellt? Wie kann die biographische Perspektive von Fachkräften mit Care Leaver*innen Geschichte die sozialpädagogische Fachlichkeit bereichern? Wo wird die Perspektive von ehemaligen Care Nutzer*innen in der sozialpädagogischen Praxis zum Hindernis und zur Bedrohung? Diese Fragen soll gemeinsam mit sozialpädagogischen Fachkräften der Kinder- und Jugendhilfe (Jugendamt, stationäre Hilfen, ambulante Hilfen, Jugendarbeit etc.) mit und ohne Care Leaver*innen Geschichte diskutiert werden. Ziel der Veranstaltung ist es in den gemeinsamen (Erfahrungs-)Austausch zu kommen und zu überlegen, wie Stolpersteine aus dem Weg geräumt werden können.

Weitere Informationen zu den Inhalten und den Anmeldebedingungen finden Sie hier.

Fachtag „Störenfriede oder Mitstreiter? Zur Bedeutung von Ombudschaft in der Jugendhilfe“

Unter dem Titel „Störenfriede oder Mitstreiter? Zur Bedeutung von Ombudschaft in der KInder- und Jugendhilfe“ lädt das Bundesnetzwerk Ombudschaft in der Jugendhilfe zu einem Fachtag am 29.04.2022 in Berlin ein: Ombudschaft in der Kinder- und Jugendhilfe ist seit Juni 2021 mit dem § 9a SGB VIII bundesgesetzlich verankert. Die Tätigkeit unabhängiger Ombudsstellen, die es bereits seit 20 Jahren in Deutschland gibt, bringt zudem wertvolle Erkenntnisse über die Kinder- und Jugendhilfe mit sich. In einem Vortrag von Prof. Dr. Ulrike Urban- Stahl, einer Podiumsdiskussion mit Jurist*innen, in verschiedenen Fachforen und begleitet von jugendhilfeerfahrenen Personen sollen auf dem Fachtag verschiedene Facetten von Ombudschaft in der Jugendhilfe diskutiert werden. Unter anderem geht es um Möglichkeiten, Ombudschaft in Zusammenhang mit Selbstorganisation und nicht zuletzt um die Frage, was die Kinder- und Jugendhilfe aus Erkenntnissen der ombudschaftlichen Tätigkeit für sich ableiten kann.
Alle Informationen zu den Workshops und der Anmeldung finden Sie hier.

Langzeitstudie „Leaving Care“

Die „Care Leaver Statistics (CLS)“ ist die erste Langzeitstudie in Deutschland zum sogenannten „Leaving Care“ junger Erwachsener. Sie untersucht über mehrere Jahre hinweg den Übergang junger Menschen zwischen dem Leben in einer Wohngruppe oder einer Pflegefamilie und dem Erwachsenenleben. Auf der Website www.cls-studie.de gibt es weitere Information zu der Studie.

„Heim- und Pflegekinder sollen eigene Einkünfte komplett behalten“

Vor 3 Wochen ist der Koalitionsvertrag der SPD, Grünen und FDP veröffentlicht worden. Dort ist vereinbart worden, dass die Kostenheranziehung junger Menschen komplett abgeschafft werden soll. Es bleibt abzuwarten, wie schnell dieses Vorhaben in der nächsten Legislaturperiode umgesetzt wird.
Bis dahin könnt ihr euch auf www.kostenheranziehung.info über die aktuellen Regelungen informieren und herausfinden, warum es sich lohnt, auch alte Kostenbescheide zu überprüfen. Gerne könnt ihr euch auch zu dem Thema für eine Beratung an uns wenden.

(Quelle: Koalitionsvertrag zwischen SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP, S.99)

Neues Rechtsgutachten zum Thema Freiheitsentziehende Maßnahmen und geschlossene Unterbringung

Freiheitsentziehende Maßnahmen und geschlossene Unterbringung nach §1631b BGB in der Kinder- und Jugendhilfe

Das vorliegende Rechtsgutachten (Autorin: Prof. Dr. jur. Simone Janssen) möchte eine intensive rechtliche Auseinandersetzung mit der (Un)Zulässigkeit von geschlossener Unterbringung und freiheitsentziehender Maßnahmen ermöglichen. Betroffene (Grund)Rechte, die Genehmigungsbedürftigkeit der Freiheitsentziehung, das familiengerichtliche Genehmigungsverfahren, das Akteneinsichtsrecht und Anspruch auf Schadensersatz werden detailliert erörtert.

Careleaver*innen für Interview gesucht

Im Rahmen einer Masterarbeit einer Studierenden der Universität Trier werden junge Menschen gesucht, die aus einer Jugendhilfeeinrichtung oder Pflegefamilie den Weg in die Selbständigkeit gegangen sind. Das Thema der Forschungsarbeitet lautet: „Selbstorganisation stärken – der Empowerment-Gedanke der Sozialen Arbeit – Welche Auswirkungen kann die öffentliche Selbstorganisation der Gruppe Careleaver auf subjektive Bewältugungskonzepte im Übergang in das Erwachsenenalter haben?“ Wer Interesse an einer Mitwirkung hat, erfährt hier mehr.

Stellenausschreibung BerNi e.V.

Die Beratungs- und Ombudsstelle für Kinder- und Jugendliche in Niedersachsen (BerNi e.V) sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Fachkraft (m/w/d) in Teilzeit (25 Std/W) für die Projektstelle zur Implementierung einer Ombudsstelle für Kinder- und Jugendliche in Niedersachsen.

Das Projekt wird finanziert über die Aktion Mensch. Die Stelle ist zunächst befristet auf 1 Jahr mit der Option auf Verlängerung.

Alle Weiteren Informationen finden Sie in der Stellenausschreibung.

Neues Rechtsgutachten zum Thema Kostenheranziehung junger Menschen nach dem SGB VIII

Das Bundesnetzwerk Ombudschaft in der Jugendhilfe hat im Rahmen der Kampagne #Kostenheranziehung eine weiteres Rechtsgutachten „Kostenheranziehung junger Menschen nach dem SGB VIII- ein Rechtsgutachten zum Thema Wiederaufnahme des Verfahrens und Rücknahme eines bestandskräftigen rechtswidrigen Kostenbescheids“ veröffentlicht. Das Gutachten wurde von RA Benjamin Raabe erstellt und ergänzt das Rechtsgutachten „Kostenheranziehung junger Menschen nach dem SGB VIII – Materielle Rechtsfragen und Verfahren“ aus Dezember 2019.

Das Gutachten gibt Antworten auf Fragen zu der Anwendung von Überprüfungsanträgen nach § 44 SGB X bei bestandkräftig rechtswidrigen Bescheiden.

Aktueller Jahresbericht 2020

Der aktuelle Jahresbericht 2020 des Bremer Beratungsbüro für Erziehungshilfen liegt vor. Trotz der coronabedingten Einschränkungen im Frühjahr 2020 sind die Beratungsanzahlen im Vergleich zum Vorjahr erneut angestiegen. Dies zeigt, dass es weiterhin einen großen Bedarf an Beratung gibt. Details zu der Beratungsarbeit im vergangenen Jahr sind im Jahresbericht 2020 nachzulesen.