Allgemein

Materialien zum Thema „Kostenheranziehung junger Menschen in der Jugendhilfe“

Das Bundesnetzwerk Ombudschaft in der Jugendhilfe hat aktuell eine Infobroschüre „Kostenheranziehung junger Menschen in der Jugendhilfe – FAQ“ herausgegeben. In dieser Broschüre werden die wichtigsten Fragen zum Thema der Kostenheranziehung auf verständliche Weise beantwortet. Zum Beispiel geht es darum, welche Regelungen es zur Kostenheranziehung gibt und was man (auch im Nachhinein) tun kann, wenn der Kostenbeitrag falsch berechnet wurde.

Die Broschüre gibt es als Download oder sie kann gegen Portokosten bestellt werden unter info@ombudschaft-jugendhilfe.de.

Um einen Kostenbescheid ändern zu lassen oder sogar zuviel gezahltes Geld zurück zu erhalten, ist es notwendig, einen Brief an das Jugendamt zu schreiben. Für die wichtigsten Fälle hat das Bundesnetzwerk zusätzlich Musterschreiben als Vorlage erstellt. Diese können aktuell bei uns angefragt werden. Sobald diese als Download vorliegen, sind sie auch auf unserer Seite zu finden.

Ausbau des Onlineberatungsangebots und Notfallfonds für Careleaver

Der Careleaver e.V. möchte einen Notfallfonds aufbauen, um Careleaver in der aktuellen Situation bei Bedarf finanziell zu unterstützen. Der Verein möchte nicht nur eine Plattform zum virtuellen Austausch bieten, sondern den Fond aufbauen, um in schwierigen Zeiten finanzielle Unterstützung geben zu können. Den Aufruf des Vereins finden Sie hier.

Rechtsgutachten „Kostenheranziehung junger Menschen nach dem SGB VIII – Materielle Rechtsfragen und Verfahren“

Das Thema der Kostenheranziehung ist immer wieder ein Thema, zu dem sowohl uns im BeBeE, als auch den Kolleg*innen aus den anderen Bundesländern Anfragen erreichen.
Das Bundesnetzwerk Ombudschaft in der Kinder- und Jugendhilfe hat daher ein Rechstgutachten zu dem Thema bei Rechtsanwalt Benjamin Raabe in Auftrag gegeben. In dem vorliegenden Gutachten werden z.B. folgende Fragestellungen beantwortet:
* Was können junge Menschen tun, wenn das Jugendamt einen Kostenbeitrag aus dem aktuellen Einkommen und nicht aus dem Einkommen des Vorjahres berechnet?
* Muss sich ein junger Mensch in einem FSJ auch an den Kosten beteiligen?
* Kann ein junger Mensch gegen einen rechtswidrigen Bescheid vorgehen, wenn dieser bereits bestandkräftig geworden ist?

Das Gutachten dient als Orientierung für junge Menschen und ihre Eltern), die an den Kosten ihrer Unterbringung beteiligt werden und für Fachkräfte in der Kinder- und Jugendhilfe.

„Kostenheranziehung von jungen Menschen in der Jugendhilfe deutlich reduzieren“

Antrag der Fraktionen der SPD, Bündnis 90/Die Grünen und DIE LINKE

Der Antrag war Tagesordnungspunkt der Landtagssitzung am 27.02.20. Darin wird gefordert, die Kostenbeiträge von jungen Menschen für stationäre und teilstationäre Leistungen sehr deutlich, möglichst auf 25% gegenüber den derzeit geltenden 75%, zu senken und Sorge dafür zu tragen, dass die möglichen Ermessensspielräume bei der Höhe der Kostenbeiträge im Interesse der Jugendlichen genutzt werden.
Ebenso wird gefordert, sich dafür stark zu machen, dass die aktuelle Rechtsprechung in die Empfehlungen der Bundesarbeitsgemeinschaft der Landesjugendämter einfließt. Mehr dazu finden Sie im Beschlussprotokoll der Landtagssitzung.

Zertifikatskurs Klientenbezogene Beratung an der Hochschule Bremen

Die Hochschule Bremen startet am 10. September 2020 den Zertifikatskurs „Klientenbezogene Beratung“. Dieser Kurs befähigt die Teilnehmenden, mit komplexen Beratungssituationen kompetent umzugehen. Sie lernen, die Vielschichtigkeit des Beratungsgeschehens zu erfassen, zu strukturieren und einen handlungsorientierten Beratungsansatz zu verwenden. Der Kurs richtet sich an alle, die beruflich mit Beratungsaufgaben im sozialen, pädagogischen oder gesundheitsbezogenen Kontext befasst sind oder künftig eine entsprechende Tätigkeit aufnehmen möchten. Alle Infromationen und die Anmeldung zu dem Kurs sind unter www.hs-bremen.de zu finden.

Kostenbeteiligung junger Menschen in stationärer Jugendhilfe

 Junge Menschen, die in stationärer Jugendhilfe leben, müssen sich aus ihrem Einkommen, z.B. aus Ausbildung oder Arbeit, an den Kosten beteiligen. In der Regel beträgt die Höhe der Beteiligung 75% des Einkommens. Dieses Einkommen wird nach dem sogenannten Vorjahresprinzip errechnet. (§93 Abs. SGB VIII). Zudem kann auch ein geringerer Kostenbeitrag erhoben werden oder sogar ganz von der Heranziehung abgesehen werden. Voraussetzung ist dafür, dass das Einkommen aus einer Tätigkeit stammt, die dem Zweck der Leistung dient (§94 Abs.6 SGB VIII).

Was aber tun, wenn das Jugendamt das aktuelle Einkommen zur Grundlage der Berechnung macht? Oder wenn nicht geprüft wird, ob die Voraussetzungen für einen geringeren Kostenbeitrag vorliegen? Hier ist es auf jeden Fall sinnvoll, Widerspruch gegen den Bescheid einzulegen. Denn eine Heranziehung ab dem Monat, ab dem Einkommen erzielt wurde, ist in vielen Fällen rechtswidrig. Dies sehen mittlerweile auch viele Gerichte so, die dies in ihren Beschlüssen zum Ausdruck gebracht haben.

Gerne beraten wir zu dem Thema und unterstützen bei der Formulierung von Widerspruchsschreiben.

Rechtsgutachten: Rechtsgrundlagen der ombudschaftlichen Tätigkeit – Handlungs- bzw. Vertretungsbefugnisse und ihre Grenzen

Im Rahmen des Pilotprojektes zur Einrichtung der Bundeskoordinierungsstelle „Ombudschaft in der Kinder- und Jugendhilfe“ ist ein Rechtsgutachten zum Thema der Handlungs- und Vertretungsbefugnisse von Beiständen im Verwaltungsverfahren von Gila Schindler erstellt worden. Das Gutachten gibt einen guten Überblick über die Rechtsgrundlagen (ombudschaftlicher) Vertretung und Begleitung in der Kinder- und Jugendhilfe. Es klärt auf über Voraussetzungen, Inhalte und den Umfang der Tätigkeit von Bevollmächtigten und Beiständen. Damit leistet es einen wesentlichen Beitrag für die ombudschaftliche Arbeit. Das gesamte Gutachten können Sie hier lesen.

Positionierung des Bundesnetzwerks Ombudschaft zur gesetzlichen Verankerung von Ombudschaft in der Kinder- und Jugendhilfe

Das Bundesnetzwerk Ombudschaft in der Kinder- und Jugendhilfe hat sich in einem Positionspapier zur gesetzlichen Verankerung von Ombudschaft im Kontext des SGB VIII Reformprozesses geäußert. Das Bundesnetzwerk begrüßt die breite fachliche Zustimmung und Anerkennung der Relevanz von Ombudsstellen als unabhängige Beratungs- und Beschwerdestellen, wie sie aktuell im Rahmen des Dialogprozesses „Mitreden-Mitgestalten“ deutlich wird. Basierend auf fachlichen Grundlagen und Prämissen der ombudschaftlichen Praxis stellt das Bundesnetzwerk seine Positionen, Forderungen und konkreten Formulierungsvorschläge bezüglich einer gesetzlichen Implementierung von Ombudschaft in der Kinder- und Jugendhilfe dar. Hier weiterlesen…

11. Praxismesse der Sozialen Arbeit am 06. November 2019

Am 06. November findet von 09:00 bis 13:00 Uhr die 11. Praxismesse an der Hochschule Bremen statt. Ziel der Praxismesse ist die Vernetzung zwischen den Studiengängen der Sozialen Arbeit, der Sozialbehörde einschließlich dem Amt für Soziale Dienste mit seinen Sozialzentren und der Trägerlandschaft in Bremen.

Das BeBeE nimmt auch in diesem Jahr wieder teil und ist am Stand des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Bremen in Raum SI 364 zu finden. Weitere Informationen zu Teilnehmern und Veranstaltungen im Rahmen der Praxismesse finden Sie hier.

100 Schritte – ein Kalender für Careleaver

Abreißkalender 100 Schritte

Dreizehn CareleaverInnen haben an mehreren Workshop-Wochenenden überlegt, was ihre letzten 100 Schritte waren, bevor sie in einem selbstbestimmten Leben angekommen sind. Herausgekommen ist ein Kalender, der auf 120 Seiten diese Schritte sortiert und beschreibt und zahlreiche praktische Tipps gibt. Über einen QR-Code auf jeder Seite können zusätzliche Informationen im Internet auf der Seite www.100schritte.de sichtbar gemacht werden.
Der Kalender kann ab sofort per E-Mail unter bestellung@100schritte.de bestellt werden. Der Kalender kostet (inkl. Porto, Versand und Verpackung) 4,-€ pro Stück. Bitte bei Bestellung die gewünschte Anzahl und die Lieferadresse angeben.